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Energieunternehmen fordern Politik zum Handeln auf (23.05.2013)

Acht europäische Energiekonzerne üben in Brüssel Druck auf die Politik aus. In einer gemeinsamen Erklärung fordern die Unternehmen, "dass die kritische Lage des Energiesektors dringend entschärft werden muss". Zu den Initiatoren des Papiers gehören die deutschen Energiekonzerne RWE und E.ON, das französische Unternehmen GDF Suez, die italienischen Konzerne Eni und Enel, die niederländische GasTerra und die spanischen Unternehmen Iberdrola und GasNatural Fenosa.

Es habe sich gezeigt, dass die Energiepolitik der EU in einigen Mitgliedsstaaten nicht die erwarteten Fortschritte gemacht habe. Es gebe keine langfristigen Perspektiven für den Sektor und zudem noch regulatorische Unsicherheiten. Dieser Zustand ist für die acht Vorstandschefs nach eigener Aussage "nicht hinnehmbar". "Genauer gesagt lässt sich das, was die europäischen Energieunternehmen derzeit erleben, mit einer Verkettung unglücklicher Umstände beschreiben, der sowohl die Versorgungssicherheit als auch die Umstellung auf eine CO2-arme Wirtschaft gefährdet und die Fähigkeit, neue Investitionen anzuziehen, untergräbt", hieß es weiter in der Erklärung.

Bild Brief: pixelio / S. HofschlägerZwar sei man weiter an einer nachhaltigen Entwicklung in der EU interessiert und halte auch uneingeschränkt an der Liberalisierung der Energiemärkte fest. Doch müsse das Vertrauen der Versorger in die Attraktivität des europäischen Energiemarktes wieder hergestellt werden. Zu diesem Zweck haben die acht Unternehmen einen Vier-Punkte-Plan entworfen. So müsse auf europäischer Ebene ein koordinierter Ansatz für einen Kapazitätsmechanismus gefunden werden. Damit sollen Anlagen, die zur Versorgungssicherheit beitragen, entsprechend entlohnt werden.

Für den CO2-Markt müsse eine langfristige Perspektive aufgezeigt werden, die für die Zeit nach 2020 ehrgeizige aber realistische Ziele zur Reduktion von CO2-Emissionen mit einschließe. "Wir haben in den vergangenen Monaten für die strukturelle Reform des Europäischen Emissionshandels geworben. Dieses marktwirtschaftliche Instrument hat sich bewährt, und wir sind überzeugt, dass es weiterhin geeignet ist, die Klimaschutzziele der EU zu erreichen", ergänzte RWE-Vorstandsvorsitzender Peter Terium in einer Mitteilung. Allerdings zweifelt er an punktuellen Markteingriffen wie der kurzzeitigen Verknappung von CO2-Emissionsrechten. Diese würden strukturell nichts ändern aber zu einer Verunsicherung am Markt führen, schreibt Terium weiter.

Auch im Bereich der erneuerbare Energien beziehen die Unternehmen Position. Zwar sollten die Erzeugungsanlagen für regenerativen Strom weiter gefördert werden. Allerdings müsse dieses nachhaltig geschehen, um damit die Kosten für die Bürger zu senken. Zuletzt fordern sie einen stärkeren politischen Handlungsrahmen, um Investitionen in neue Technologien zu fördern. Neben intelligenten Stromnetzen und Zählern, zielen die Urheber dabei auch auf die umstrittenen Technologien zur Schiefergasgewinnung (Fracking) und zur Abscheidung und Speicherung von CO2 (CCS) ab. Beide stoßen in vielen Mitgliedsstaaten auf heftigen Widerstand in der Bevölkerung und der Politik.


Quelle: djnewsletters.de/Dow Jones TradeNews Emissions

© Bild Brief: pixelio / S. Hofschläger



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